Targettraining

Beim Targettraining lernt der Hund einen Gegenstand bzw. ein Körperteil des Menschen zu berühren bzw. anzuschauen.
Es gibt:
Pfotentarget: der Hund berührt einen Gegenstand mit der Pfote
Nasentarget: der Hund berührt einen Gegenstand mit der Nase
Körpertarget: der Hund berührt mit einem Körperteil das Target
Looktarget: der Hund schaut einen Gegenstand nur an – berührt es aber nicht

Mit dem Targettraining kann man sehr komplexe und nützliche Verhaltensweisen trainieren.
Viele Übungen bestehen darin, das der Hund lernt mit einem Körperteil unsere Hand zu berühren, wie z.B. das Pfotentarget, das Nasentarget oder das Kinntarget. Ebenso kann man aber auch dem Hund beibringen mit seiner Schulter unser Bein zu berühren.

Das Targettraining kann in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden, wie z:B. beim Tierarztbesuch. Als Beispiel hier das Kinntarget. Während der Hund sein Kinn in die Menschenhand ablegt, kann der Tierarzt, z.B. Temperatur messen. Dadurch, das das Targettraining rein positiv aufgebaut wird, erfährt der Hund Sicherheit und hat wesentlich weniger Stress. Natürlich müssen neben dem Targettraining auch parallel die Berührungen geübt werden.


Ein weiteres Einsatzgebiet für das Targettraining ist im Hundesport. Beim Agility müssen die Hunde die Kontaktzonen an den Geräten, wie Wippe, A-Wand oder Steg berühren und dürfen diese nicht überlaufen.hierfür wird am Ende der Kontaktzone ein sichtbares Target gelegt, wie z.B. kleines Teppichstück oder Sitzunterlagen, die der Hund lernt anzulaufen und mit den Vorderpfoten zu berühren, sodass die Hinterpfoten auf den Kontaktzonen verbleiben.

Mit Hilfe des Nasentargets, Hundenase berührt die Menschenhand oder einen Targetstick, kann ich den Hund aus unangenehmen Situationen herausführen.
Das ordentliche Bei Fuß gehen kann ich super mit dem Schulter- (Hund) Bein (Mensch)target aufbauen, Hundeschulter berührt Menschenbein.
Targettraining macht Spass und regt die Kreativität de Hundes, aber auch des Menschen an.

Damit ihr auch direkt ein Target ausprobieren könnt,hier nun die Anleitung zum Kinntarget.
Dieser Aufbau ist für Hunde gedacht, die keine Angst vor der menschlichen Hand haben:

Schritt 1: Die Hand wird mit der Handfläche nach oben gehalten und die Leckerlis werden mit der anderen Hand so gefüttert, das der Hund sein Kinn in die Hand legen muss, um das Leckerli zu erreichen. Klappt das locken mit den Leckerli gut, wird das locken ausgeschlichen und sobald der Hund sein Kinn in die Hand legt, bekommt er einen Click und die Belohnung.

Schritt 2: Die Dauer, die der Hund sein Kinn in der Hand liegen lassen soll, wird langsam erhöht.

Schritt 3: Der Hund soll die Nackenmuskeln entspannen, sodass der Kopf fest in der Hand liegt, auch wenn die Hand auf- und ab bewegt wird. Wenn der Kopf des Hundes in der Hand schwerer wird, ist die Nackenmuskulatur entspannt. Fangt dabei an, kleine Bewegungen der Hand sofort zu belohnen.

Schritt 4: Die Übung muss nun gefestigt werden. Das Kinn des Hundes bleibt stabil auf der Handfläche liegen, auch wenn mit der anderen Hand der Hund mit Leckerlis abgelenkt wird.

Schritt 5: Nun muss die Übung generalisiert werden. Ihr steht vor oder hinter Eurem Hund, Beugt Euch über ihn oder hockt Euch vor ihn hin. Verschiedene Menschen berühren den Hund. Der Hund wird mit verschiedenen Gegenständen berührt. Die Übung wird an verschiedenen Orten durchgeführt.

Das Targettraining ist sowohl für Welpen wie auch für Seniorenhunde geeignet.

17.Dezember